Fast die Hälfte der Kunden ohne Notfallplan
Deutsche Unternehmen sind mehr denn je um die Sicherheit ihrer Daten besorgt. Einer Studie des Branchenverbandes Bitkom zufolge sind dennoch zu wenige Firmen auf den Ernstfall vorbereitet.
Im Falle eines Sicherheitsvorfalls in der Unternehmens-IT muss klar sein, welche Geschäftsprozesse betroffen sind, wer zu informieren und was zu tun ist - diese Einzelheiten regelt ein Notfallplan. Doch fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland verfügt nicht über entsprechende Regularien. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 800 Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM. Dabei betrachten die Firmen das Thema IT-Sicherheit durchaus mit Sorge: 57 Prozent der Befragten erkennen der Studie zufolge Angriffe auf ihre IT-Systeme als reale Gefahr. 40 Prozent haben bereits eine Cyber-Attacke oder einen entsprechenden Angriff auf die IT erlebt.
Betroffene scheuen den Gang zur Polizei
Die meisten Firmen zeigen indessen eine hohe Bereitschaft, im Falle eines Hackerangriffes oder eines IT-Sicherheitslecks mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten: Knapp drei Viertel der Studienteilnehmer würden unter diesen Umständen mit den Behörden kooperieren. Jedes vierte Unternehmen hielte sich jedoch von den offziellen Stellen fern, träte der Ernstfall ein. Zu viele betroffene Unternehmen scheuten den Gang zur Polizei oder einer anderen Insitution, kommentiert der BITKOM die Situation und beruft sich dabei auf Erfahrungen mit entsprechenden Vorfällen in den Unternehmen der Branche.
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IT-Sicherheit hat heute eine makroökonomische Bedeutung
Außerdem weist Bitkom darauf hin, dass Cyber-Kriminalität sich heute nicht mehr nur auf einzelne Unternehmen beschränken. Die Dimensionen hätten sich durch die Digitalisierung zentraler Bereiche der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens verändert. "IT-Sicherheit hat heute eine makroökonomische, systemische Bedeutung gewonnen. Sie ist zum Standortfaktor geworden?g, erläutert BITKOM-Präsident Dieter Kempf . "Sie wird künftig bei Investitionsentscheidungen die gleiche Bedeutung haben wie die innere und äußere Sicherheit, wie ordnungspolitische oder rechtliche Planungssicherheit. (rw/cw)
Deutsche Unternehmen müssen sich auf strengere Datenschutzbestimmung einstellen.
Am 25.1.2012 wurde ein Entwurf der EU-Kommission für ein einheitliches Datenschutzrecht in allen Ländern der Europäischen Union veröffentlicht. Die neue Verordnung verpflichtet z.B. auch deutsche Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl ab 250 zur Bennenung eines Datenschutzbeauftragen. Außerdem werden die Recht der Bürger an ihren persönlichen Daten gegenüber Unternehmen gestärkt.
So dürfen Daten eines Einzelnen nach Ablauf der Zweckbindung nicht mehr verarbeitet werden, etwa wenn der Betroffene seine Zustimmung wiederruft. Dies bedeutet auch eine Herausforderung bei den IT-Systemen, schon heute ist es vielfach sehr schwierig und mit hohem Aufwand verbunden Daten eines Betroffenen zu löschen.
 
Die neue Verordnung zu erweiterten Datenschutzverpflichtungen wird vorraussichtlich frühestens Mitte 2014 in Kraft treten. Wir empfehlen jedoch Unternehmen, sich frühzeitig auf diese Änderungen vorzubereiten.
Für Beratung und Anpassungen Ihrer IT-System bzgl. Datenschutz können Sie und gerne kontaktieren.